"...Sie sind für den Freistaat eine Keimzelle des Zusammenlebens, sie wissen, was Heimat, was Zusammenhalt, was Gemeinschaft bedeutet."
Nach einem gelungenen Auftakt am Freitagabend setzte sich das Festwochenende am Samstag mit einem weiteren Höhepunkt fort: der feierlichen Festveranstaltung im Saal des Kulturhauses. Bereits am Eingang wurden die geladenen Gäste mit einem Glas Sekt herzlich empfangen und auf einen besonderen Abend eingestimmt.
Unter den Ehrengästen durften wir zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft begrüßen. So waren Beate Meißner (Thüringer Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz) der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei (Guntram Wothly) Susanne Reich (Hauptamtliche Beigeordnete des Landkreises Schmalkalden-Meiningen) der Bürgermeister der Gemeinde Grabfeld – Christian Seeber sowie der Ortsteilbürgermeister von Exdorf und Obendorf Florian Büchel anwesend. Auch seine Stellvertreterin und Ortsteilratsmitglied Doreen Ernst sowie weitere Mitglieder des Ortsteilrates, darunter Chris Heim und Christian Fritz, nahmen an der Feier teil.
Ebenso freuten wir uns über die Anwesenheit ehemaliger Bürgermeister und Ortsteilbürgermeister: Rudi Weichelt, Undine Herlan, Michael Kilger, Rainer Ganz und Manfred Leffler. Unser Pfarrer Florian Freiberg rundete die Reihe der Ehrengäste ab.
Eine besondere Freude war es, dass auch unsere Dorfältesten Edeltraud Groh und Werner Stellmacher den Abend mit uns verbringen konnten. Werner sorgte mit einem selbst verfassten Gedicht, das den Bogen von der 1050-Jahrfeier bis zur heutigen 1075-Jahrfeier spannte, für einen bewegenden Moment und erinnerte eindrucksvoll daran, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Dorfes miteinander verbunden sind.
Natürlich durften auch die Vereine und Organisationen unseres Ortes nicht fehlen. Der Kirmesverein Exdorf e.V. wurde durch die Nachwuchskirmesgesellschaft vertreten, die mit ihrem Auftritt begeisterte. Ebenso zeigte die Trachtentanzgruppe Cronlach e.V. mit ihren neu gewonnenen Nachwuchstänzern zwei schwungvolle Tänze und bewies eindrucksvoll, wie lebendig unsere Traditionen sind. Die weiteren Vereine wurden den Gästen von außerhalb in einem kurzen Imagefilm vorgestellt und machten deutlich, wie vielfältig und engagiert das Vereinsleben in Exdorf ist.
Einen stimmungsvollen Auftakt des Programms gestalteten die beiden Geigenspielerinnen, darunter Nicole Neumann-Bohlig aus Exdorf. Mit ihrem bewegenden Musikstück schufen sie bereits zu Beginn eine ganz besondere Atmosphäre. Charmant und mit viel Herz führten anschließend Verena Reich und Katja Bohlig durch den Abend.
„Das ist ein besonderer Moment für unser Dorf.“ Mit diesen Worten wurde das Gefühl des gesamten Abends treffend beschrieben. Bereits der zu Beginn gezeigte Imagefilm ließ viele Gäste spüren, was Exdorf ausmacht – Heimat, Gemeinschaft und Zusammenhalt. Bei so manchem sorgte er für echte Gänsehautmomente.
In ihrem Grußwort überbrachte Ministerin Beate Meißner die Glückwünsche von Ministerpräsident Mario Voigt und fand dabei Worte, die vielen aus dem Herzen sprachen: „Wir wissen, was Ehrenamt im ländlichen Raum ausmacht. Es kommt nicht auf die Größe eines Ortes an, sondern darauf, wie man darin lebt. Sie sind für den Freistaat eine Keimzelle des Zusammenlebens, sie wissen, was Heimat, was Zusammenhalt, was Gemeinschaft bedeutet.“
Auch Susanne Reich übermittelte die Glückwünsche von Landrätin Peggy Greiser und machte noch einmal deutlich, worauf wir mit Recht stolz sein dürfen: „Das Vereinsleben hier zeigt, wie viel Herzblut in diesem Ort steckt. Das ist ein unschätzbarer Wert für den Landkreis, unsere Prachtregion.“
Dass Exdorf bei gerade einmal rund 375 Einwohnern neun aktive Vereine zählt, beeindruckte auch Guntram Wothly. Bürgermeister Christian Seeber appellierte daran, diesen außergewöhnlichen Zusammenhalt zu bewahren – ein Wunsch, den wir alle mit Überzeugung teilen.
Ein ganz besonderer Moment folgte, als Guntram Wothly sagte: „Hier schlägt das grüne Herz Thüringens.“ Stellvertretend für das gesamte Festkomitee nahm Verena Reich das „Grüne Herz“ im Namen von Ministerpräsident Mario Voigt entgegen. Eine große Ehre und eine besondere Auszeichnung für unser Dorf, die uns mit Stolz erfüllt.
Neben den Tanzauftritten begeisterte auch unser Chor das Publikum mit mehreren Liedern. Ein emotionaler Höhepunkt war das Exdorf-Lied „Mein liebes Exdorf, liebe Heimat …“, dessen Text von Werner Stellmacher stammt und das vielen Zuhörern sichtlich unter die Haut ging.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden außerdem Menschen geehrt, die sich über Jahrzehnte hinweg mit außergewöhnlichem Engagement für unser Dorf eingesetzt haben. Doris Hochstrade erhielt die Ehrenmedaille der Landrätin für 40 Jahre Chorleitung. Ebenso wurden die heute noch aktiven Gründungsmitglieder Petra Meißmer und Ilona Güntzel für ihre langjährige Treue und ihren Einsatz gewürdigt.
Auch Rainer Ganz wurde mit der Ehrenmedaille der Landrätin ausgezeichnet. Vier Jahrzehnte lang war er als „Stimme des Dorfes“ eine feste Institution in Exdorf. Mit der Übergabe dieser Aufgabe an Joelina Marie Hirn wird diese wichtige Tradition nun von der jüngeren Generation fortgeführt.
Für viele Lacher sorgten zum Abschluss Birgit Dittmar und Elke Hanus mit einem selbst geschriebenen Sketch, der teilweise in Mundart vorgetragen wurde. Ganz nebenbei erhielt unser Ortsteilbürgermeister Florian Büchel dabei einen neuen, augenzwinkernden Titel: „Der schönste Bürgermeister im Grabfeld – ja, in ganz Thüringen.“ Ein humorvoller Moment, der den Saal zum Schmunzeln brachte.
Langsam ging der offizielle Teil des Abends in einen gemütlichen Ausklang über. Für beste Stimmung sorgten Corinna von Sixpack und Hofi, ehemals MEX. Mit bekannten Liedern zum Mitsingen und später auch zum Tanzen füllten sie die Tanzfläche und machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Mit dieser Festveranstaltung haben wir eindrucksvoll gezeigt, was in unserem kleinen Ort steckt. Sie war professionell organisiert, voller Emotionen und geprägt von Gemeinschaft, Wertschätzung und Stolz. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Exdorf weit über die Ortsgrenzen hinaus wahrgenommen wird. Ein Abend, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.













