„Heute wurden Erinnerungen geweckt, die schon fast vergessen waren.“
Unter dem Motto „Heimat Exdorf“ fand am 25. Juni 2026 ein ganz besonderer Abend im Kulturhaus statt. Zahlreiche Exdorferinnen und Exdorfer sowie viele ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner kamen zusammen, um gemeinsam in die Geschichte ihres Heimatortes einzutauchen. Alte Fotos, historische Filmaufnahmen und viele persönliche Erinnerungen machten den Abend zu einem emotionalen Erlebnis.
Wochenlang hatte die AG Historie mit viel Engagement Bilder und Videos aus vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen. Die Suche nach geeignetem Material war nicht immer einfach, doch die ehrenamtliche Arbeit hat sich mehr als gelohnt. Entstanden ist eine beeindruckende Zeitreise durch das Dorfleben, die viele Gäste bewegte.
Bereits ab 17 Uhr füllte sich der Saal des Kulturhauses. Bevor das Programm begann, konnten sich die Besucherinnen und Besucher bei einem gemeinsamen Abendessen stärken. Tobias Schmidt sorgte mit Gulasch und verschiedenen Beilagen – wahlweise Hüts, Nudeln oder Weckhüts – dafür, dass niemand hungrig in den Abend starten musste.
Die offizielle Begrüßung übernahm Ortsteilbürgermeister Florian Büchel. Im Anschluss wurde noch einmal der neu produzierte Imagefilm gezeigt, der bereits bei der Festveranstaltung Premiere gefeiert hatte. Auch diesmal sorgten die beeindruckenden Bilder und die emotionale Botschaft bei vielen für Gänsehaut.
Charmant und mit viel Gefühl führte Joelina Marie Hirn durch den Abend. Die Präsentation der Bilder und Filme war thematisch aufgebaut und begann mit einem echten Höhepunkt: historischen Aufnahmen der Kirmes – darunter seltene Bilder aus dem Jahr 1932. Es folgten viele weitere Stationen des Exdorfer Dorflebens, darunter der Trachtentanz, der Hundesport, der Chor, das alltägliche Dorfleben sowie besondere Persönlichkeiten, die Exdorf geprägt haben.
Für zusätzliche Abwechslung sorgten die Auftritte der Nachwuchskirmesgesellschaft und der Trachtentanzgruppe Cronlach e. V., die das Programm mit ihren Darbietungen bereicherten und den Heimatabend lebendig machten.
Besonders schön war die Atmosphäre im Saal während der Bildpräsentation. Immer wieder wurde gelacht, gestaunt und diskutiert. Viele Gäste versuchten gemeinsam, unbekannte Gesichter auf den alten Fotografien zu erkennen. Dabei konnten manche Rätsel direkt gelöst werden: Zeitzeuginnen wie Erika Nerlich und Annelise Bohlig teilten spontan ihre Erinnerungen mit dem Publikum und erzählten Geschichten zu den gezeigten Bildern. So wurden nicht nur Namen wieder lebendig, sondern auch viele besondere Momente aus längst vergangenen Zeiten.
Ein Besucher brachte die Stimmung des Abends treffend auf den Punkt: „Heute wurden Erinnerungen geweckt, die schon fast vergessen waren.“ Genau das machte diesen Heimatabend so besonders. Die Bilder und Filme zeigten eindrucksvoll, wie lebendig das Dorfleben schon immer war – und bis heute geblieben ist. Sie machten deutlich, wie stark der Zusammenhalt in Exdorf über Generationen hinweg ist und wie stolz man auf diese Gemeinschaft sein kann.
Zum Abschluss verriet Moderatorin Joelina Marie Hirn noch eine erfreuliche Nachricht: „Wir haben noch viele weitere Bilder und Filme – aber das hätte heute den Rahmen gesprengt. Deshalb wird es künftig einfach öfter einen Heimatabend geben.“ Diese Ankündigung wurde von den Gästen mit großer Freude aufgenommen.
Nach dem offiziellen Programm klang der Abend in gemütlicher Runde aus. Im Saal wurde bei guten Gesprächen über die gezeigten Erinnerungen gesprochen und der gelungene Abend gemeinsam ausgewertet. Andere nutzten den Biergarten vor dem Kulturhaus, um bei sommerlichen Temperaturen das WM-Spiel Deutschland gegen Ecuador zu verfolgen.
Trotz der großen Hitze im Saal bleibt vor allem eines in Erinnerung: ein rundum gelungener Heimatabend voller Emotionen, Begegnungen und gemeinsamer Erinnerungen. Er hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll unsere Geschichte ist und wie wichtig es ist, sie gemeinsam zu bewahren. Eines steht schon jetzt fest: Film- und Fotoabende wie dieser werden in Exdorf künftig ganz sicher keine einmalige Sache bleiben.






