Nach dem stimmungsvollen Heimatabend am Donnerstag wartete bereits das nächste Highlight auf die Besucherinnen und Besucher: Das Galli Theater aus Erfurt gastierte mit dem unterhaltsamen Theaterstück „Schlagersüßtafel“ und entführte das Publikum am 25. Juni 2026 auf eine humorvolle und zugleich nachdenkliche Reise in die Zeit der deutschen Teilung.
Bereits ab 18.00 Uhr öffneten sich die Türen – allerdings nicht nur zum Theatersaal. Zunächst lud die liebevoll gestaltete Mitropa zu einer kulinarischen Zeitreise ein. Der Duft von Soljanka, Bockwurst und frisch belegten Brötchen ließ Erinnerungen wach werden und sorgte für einen gelungenen Auftakt des Abends.
Schon beim Betreten der Mitropa staunten die Gäste nicht schlecht: Die AG Deko hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Mit viel Liebe zum Detail war der Raum ganz im Stil der DDR gestaltet. DDR-Flaggen schmückten die Wände, zahlreiche kleine Requisiten sorgten für authentisches Flair und überall gab es etwas zu entdecken. Für viele fühlte es sich an, als würde die Zeit für einen Moment stillstehen.
Gut gestärkt und voller Vorfreude nahmen die Besucher anschließend ihre Plätze im Saal ein. Trotz der tropischen Temperaturen – sowohl draußen als auch im Veranstaltungsraum – tat dies der hervorragenden Stimmung keinen Abbruch. Von der ersten Minute an ließ sich das Publikum mitreißen.
Mit viel Charme, Witz und Spielfreude schlüpften KT Riemann und Siegrun Stiehl in die Rollen einer Ost- und einer Westdeutschen. Auf humorvolle Weise beleuchteten sie die Vor- und Nachteile der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und regten dabei nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken an. Mal augenzwinkernd, mal ernsthaft wurde darüber diskutiert, welche Seite wohl die besseren Argumente hatte.
Für echte Gänsehautmomente sorgten die bekannten Schlager und Lieder des Abends. Bei Klassikern wie „Alt wie ein Baum“ oder „Sonderzug nach Pankow“ sangen viele Gäste begeistert mit. Es wurde geschunkelt, geklatscht und gelacht – und so mancher fühlte sich für einen Augenblick in längst vergangene Zeiten zurückversetzt. Immer wieder erfüllte schallendes Gelächter den Saal und zeigte, wie sehr die beiden Schauspieler das Publikum mit ihrer authentischen Darstellung begeisterten.
Eine besonders schöne Idee waren die „Winkelemente“, die auf jedem Platz bereitlagen: eine kleine DDR-Fahne sowie die bekannte weiße Friedenstaube. Sie wurden im Laufe der Aufführung immer wieder mit Freude eingesetzt und sorgten für zusätzliche Stimmung sowie ein lebendiges Miteinander.
Nach dem langanhaltenden Applaus war der Abend noch lange nicht vorbei. In der Mitropa klang der Theaterabend bei guten Gesprächen, kühlen Getränken und vielen gemeinsamen Erinnerungen gemütlich aus. Es wurde gelacht, erzählt und über die Erlebnisse der eigenen Vergangenheit gesprochen.
„Schlagersüßtafel“ war weit mehr als nur ein Theaterstück. Es war eine Reise in die Vergangenheit, ein Abend voller Nostalgie, Musik, Humor und Emotionen – mit vielen unvergesslichen Momenten, die den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben werden.










