„Wir wollen heute gemeinsam mit diesem Lauf Geschichte schreiben!“
Der Grabfeld-Run ist längst zu einer festen Tradition in der Gemeinde Grabfeld geworden. Jahr für Jahr macht der beliebte Laufwettbewerb in einem anderen Ortsteil Station. Im Jubiläumsjahr „1075 Jahre Exdorf“ durfte unser Dorf am 27. Juni 2026 erstmals als Mitausrichter dieses besonderen Sportevents fungieren – und gleichzeitig das 14. Jubiläum des Grabfeld-Runs mitgestalten. Ein Vormittag voller Gemeinschaft, sportlicher Höchstleistungen und unvergesslicher Momente, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Gemeinsam mit dem Initiator und Hauptorganisator Stefan Wieseke plante die Arbeitsgemeinschaft „Sport und Aktivitäten“ über viele Monate hinweg die abwechslungsreichen Laufstrecken rund um Exdorf. Die Vorfreude war groß, denn die Veranstaltung sollte weit mehr sein als nur ein Lauf. Bereits bei der Eröffnung brachte Ortsteilbürgermeister Florian Büchel die Stimmung auf den Punkt: „Wir wollen heute gemeinsam mit diesem Lauf Geschichte schreiben!“ – ein Satz, der den Geist des Tages treffend widerspiegelte.
Schon im Vorfeld zeigte sich das große Interesse an der Veranstaltung. Bis zum Anmeldeschluss gingen 233 Online-Anmeldungen ein. Zwar blieben aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen einige Startnummern ungenutzt, dennoch nutzten viele Sportbegeisterte die Möglichkeit zur Nachmeldung am Veranstaltungstag. Treffpunkt und Start waren am Kindergarten „Roßbachräuber“ in der Straße Am Roßbach. Ab 8 Uhr konnten die Startunterlagen am Kulturhaus abgeholt werden, bevor Alicia Heim die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 9.20 Uhr mit einem gemeinsamen Warm-up-Yoga auf die bevorstehenden Herausforderungen einstimmte.
Ursprünglich waren drei Laufstrecken geplant: der anspruchsvolle 20-Kilometer-Panoramarundweg, der 11-Kilometer-Jubiläumslauf sowie der 5-Kilometer-Heimatlauf. Doch die außergewöhnlich hohen Temperaturen machten kurzfristige Anpassungen erforderlich. Zusätzliche Trink- und Wasserstationen wurden eingerichtet, die Verpflegungspunkte erweitert und weitere Ersthelfer mobilisiert, um die Sicherheit aller Läuferinnen und Läufer jederzeit zu gewährleisten. Die umsichtige Organisation zahlte sich aus. Die meisten Teilnehmer entschieden sich für den 11-Kilometer-Jubiläumslauf oder den 5-Kilometer-Heimatlauf.
Pünktlich um 10 Uhr gab Bürgermeister Christian Seeber den Startschuss für die Hauptläufe. Die abwechslungsreiche Strecke führte die Sportler zunächst hinauf zum „Schwarzen Stock“, anschließend durch die idyllische Waldpassage am „Großkopf“ bis hin zur „Platte“. Trotz der Hitze genossen viele die landschaftlich reizvolle Strecke und die großartige Unterstützung entlang des Weges.
Um 11 Uhr gehörte die Laufstrecke schließlich den jüngsten Sportlerinnen und Sportlern. Beim Kindergartenlauf über 536 Meter sowie beim Schülerlauf über 1.075 Meter standen Freude an der Bewegung und strahlende Kinderaugen im Mittelpunkt. Während die Schülerinnen und Schüler die Kirche zweimal umrundeten, führte die Strecke der Kindergartenkinder auf einer flachen Runde durch den Ortskern. Begeisterte Eltern, Großeltern und zahlreiche Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre und feuerten die kleinen Läuferinnen und Läufer lautstark an.
Für eine willkommene Abkühlung sorgten nicht nur die zahlreichen Wasserstationen. Auch Marco Brösel, Reik Bohlig, René Göpfert und Elke Hofmann hatten eine kreative Idee und stellten Rasensprenger entlang der Strecke auf, die von den Läuferinnen und Läufern dankbar angenommen wurden. Der Brunnen im Zielbereich am Kindergarten entwickelte sich schließlich zur wohl beliebtesten Erfrischungsstation des gesamten Tages.
Als Erinnerung an ihre Leistung erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer im Ziel eine hochwertige Finishermedaille, die von der Firma Phoenix Raum Konzept gefertigt und gesponsert wurde. Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt. Im Hof des Kindergartens versorgten zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer – unter ihnen Dorfkümmerin Ariane Bohlig – alle Gäste mit selbstgekochten Nudeln und Tomatensoße. Diese herzliche Bewirtung spiegelte den starken Gemeinschaftssinn wider, der die gesamte Veranstaltung prägte.
Am Ende konnten insgesamt 251 Starterinnen und Starter begrüßt werden. Für Ramon Wehner, der ebenfalls maßgeblich an der Organisation beteiligt war, stand das Fazit schnell fest: „Überragend!“ Hinter diesem Erfolg steckten unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, sorgfältiger Planung und das Engagement vieler Menschen, die mit Herzblut zum Gelingen beigetragen haben. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie die großzügige Unterstützung der Sponsoren wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.
Besonders schön fasste ein Teilnehmer aus Suhl die Stimmung des Tages zusammen: „Eine 1a Durchführung! Ein großes Lob an alle beteiligten Helfer und Organisatoren. Der lockere Umgang während des Laufes, die Begeisterung an der Strecke und hier im Zielbereich – einmalig! Großes Dankeschön.“
Der Grabfeld-Run 2026 war weit mehr als ein sportlicher Wettkampf. Er war ein eindrucksvolles Zeichen für Zusammenhalt, ehrenamtliches Engagement und gelebte Dorfgemeinschaft. Im Rahmen der 1075-Jahrfeier hat Exdorf eindrucksvoll bewiesen, dass große Veranstaltungen nicht nur von perfekter Organisation, sondern vor allem von den Menschen leben, die sie mit Herz, Leidenschaft und Teamgeist möglich machen.













